Welterbe AG 2014 in der Zeche Zollverein

Ein Stück Industriegeschichte - Denkmalpfad Zollverein®

Leitung: Monika Kleineberg, Göttingen, Koordinatorin der UNESCO-Projektschulen für das Welterbe. Jolanta Nölle, Mitglied des Vorstands der Stiftung Zollverein, Essen.

Der Workshop beleuchtet das heutige Welterbe Zollverein im Ruhrgebiet von den ersten Schritten zur Industrieregion bis zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

Die Zeche Zollverein war ein von 1847 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Als die UNESCO 2001 den Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein in Essen zur Welterbestätte erklärte, würdigte sie die Zeche und Kokerei Zollverein als "ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa". Von außergewöhnlichem Wert sei die "vom Bauhausstil beeinflusste Architektur des Industriekomplexes, die über Jahrzehnte für den modernen Industriebau beispielgebend war".

Die Stiftung Zollverein hat die Aufgabe, das Welterbe Zollverein zu entwickeln, es touristisch auszubauen, eine Plattform für Kunst und Kultur zu schaffen, Impulse für die Ansiedlung von Unternehmen zu geben und ein Netzwerk für Kreativunternehmen zu bilden.

Ergebnisse und Präsentation im Plenum

Bereits am Montag, den 22. September 2014 war die AG zu Gast im UNESCO-Welterbe Zollverein. Tagungsort war das Direktionsgebäude der Stiftung Zollverein.

Zunächst gab Frau Jolanta Nölle, Mitglied des Vorstandes eine Einführung in die Arbeit der Stiftung Zollverein.

Im Anschluss daran stellte Herr Thorsten Seifert, Leiter Denkmalpfad Zollverein®, das denkmalpädagogische Angebot im Denkmalpfad Zollverein® dar.

Frau Petra Becker, wissenschaftliche Mitarbeiterin Denkmalpfad Zollverein® leitete den Workshop "Welterbe Zollverein macht Schule" und führte mit der AG die "Architektur-Ralley Zollverein Schacht XII" durch. (Schacht XII wurde von 1928-32 nach dem Baustil der Neuen Sachlichkeit gebaut.)

Dienstag, 23. September 2014 war dann der ganztägige Exkursionstag auf der UNESCO Welterbestätte Zeche Zollverein .

Zunächst führte uns Frau Petra Becker durch die denkmalpädagogischen Bereiche im Denkmalpfad Zollverein®. Unser Gästeführer Frank Jochims begleitete uns dann auf der zweigeteilten Führung:

1. "Über Kohle und Kumpel" - dem Weg durch die authentisch erhaltenen Übertageanlagen      von Zollverein Schacht XII.

Wir lernten die Technik sowie die Arbeit auf der schönsten und einstmals größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche der Welt kennen. Von der Schachthalle, in der die Kohle ankam, folgten wir der Kohle auf ihrer weiteren Reise durch die Sieberei bis zur Aufbereitung und Verladung in der Kohlenwäsche. Zugleich lernten wir die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute kennen. Wir erfuhren Wissenswertes zur Architektur, Natur und dem Wandlungsprozess Zollvereins von der Zeche zum modernen Kulturstandort und vieles mehr.

Die Mittagspause verbrachten wir im „Café & Restaurant – die Kokerei.

2. "Durch Koksofen und Meistergang" - Führung durch die ehemals größte Zentralkokerei        Europas.

Wir folgen dem zweiten Teil des Wegs der Kohle durch die Mischanlage sowie den Bandbrücken und steigender gigantischen Koksofenbatterie „aufs Dach“. In den darunter liegenden Öfen wurde die Kohle bei mehr als 1.000 Grad Celsius zu Koks veredelt. Von der Koksproduktion auf der „schwarzen Seite“ bis zur „weißen Seite“, auf der die Nebenprodukte gewonnen wurden, erlebten wir die Kokerei mit ihrer Technik und Geschichte.

Herr Frank Jochims hat unserer AG in sehr spannender und informativer Form den "Weg der Kohle", aber auch die Geschichte von der Stilllegung bis hin zur umfangreichen Umgestaltung zum Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft deutlich gemacht.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieser AG beigetragen haben. 

Schacht XII
Gusseisernes Modell
Zeche Zollverein
Kohlenwäsche
Werkzeuge
Museumspädagogik
Museumspädagogik
Zechenbahnhof
Kokerei
Bandbrücke
Koksofenbatterie
Kumpels

Monika Kleineberg, 26.10.2014

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