Gruppenfoto vor dem Scharfrichterhaus
Ein Museumskoffer "Welterbestadt Stralsund"

Hansestadt Stralsund

im Kontext des 10. Internationalen Projekttages der UNESCO-Projektschulen: “Welterbe Erde - mach dich stark für VIELFALT!“

27. – 30. April 2014, Stralsund, Deutschland

Seit 20 Jahren gibt es im Bereich Erziehung der UNESCO eine Thematik, die sich - ausgehend von den UNESCO-Welterbestätten und ihrer Bedeutung - mit einer Pädagogik zu diesen Stätten befasst.

Welterbeerziehung möchte das UNESCO Welterbe im Unterricht verankern, um durch pädagogische Aktivitäten Jugendliche auf die Bedrohung des Welterbes aufmerksam zu machen und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, an seiner Erhaltung mitzuwirken. Die Jugendlichen begreifen die Welterbekonvention als Verpflichtung zu internationaler Verständigung und interkulturellem Dialog.

Alle zwei Jahre begehen die UNESCO-Projektschulen einen Internationalen Projekttag. Die deutschen UNESCO- Projektschulen führen diesen Projekttag gemeinsam mit ausländischen Partnerschulen und außerschulischen Kooperationspartnern durch. Alle Schulen, nicht nur die UNESCO- Projektschulen, sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Die Aktivitäten münden jeweils in eine Reihe von gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Aktionen.

In diesem Kontext fand auch der 3. Welterbe-Workshop für Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Projektschulen statt, an dem insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein teilnahmen. Jugendliche der 6. bis 10. Jahrgangsstufe setzten sich mit dem Motto "Welterbe Erde - mach dich stark für VIELFALT!“ auseinander. 

Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. Die historischen Stadtkerne haben ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt und legen Zeugnis für die Anlage von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab. Die überlieferte Bausubstanz mit zahlreichen herausragenden Einzeldenkmälern dokumentiert anschaulich die politische Bedeutung und den außerordentlichen Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter.

Die Bedeutung des UNESCO-Welterbes im Hinblick auf die kulturelle Vielfalt wird durch das museums- und kunstpädagogische Konzept der "Museumskoffer" anschaulich vermittelt. Die Museumskoffer sind fester Bestandteil des von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender initiierten Lehr- und Forschungsprojektes zur "World Heritage Education" an der Universität Paderborn. Bei den Museumskoffern handelt es sich um ein Unterrichtsmedium, das durch Lerngruppen selbst hergestellt werden kann.

Im Workshop wurden acht Museumskoffer "Welterbestadt Stralsund" erarbeitet, die sich als Ausstellungsprojekte in der eigenen Schule und im gesamten UNESCO-Projektschulnetz anbieten. 

Monika Kleineberg, Koordination Welterbeerziehung der UNESCO-Projektschulen, 14.05.2014

Blick vom Turm der Marienkirche auf den Knieperteich, die Altstadt Stralsunds sowie die Strelasundquerung und den Frankenteich

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