Welterbe AG 2012

Hansestädte und Welterbe

Leitung: Monika Kleineberg, Göttingen, Koordinatorin der UNESCO-Projektschulen für das Welterbe

"Die Welterbebildung ist neben dem Denkmalschutz bzw. Naturschutz und dem Tourismus nicht nur die dritte Säule des Welterbeprogramms, sondern berührt, wenn sie als interkulturelle Bildung verstanden wird, den Kernauftrag der UNESCO-Welterbekonvention von 1972." schrieb Dieter Offenhäußer, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission in einem Grußwort.

Die UNESCO feiert 2012 das 40-jährige Bestehen der Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Seit 1972 haben 190 Staaten die Konvention unterzeichnet. Auf der UNESCO-Welterbeliste stehen derzeit 962 Kultur- und Naturstätten in 157 Ländern. Heute stehen 37 deutsche Kultur- und Naturstätten auf der Welterbeliste.

Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. Die historischen Stadtkerne haben ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt und legen Zeugnis für die Anlage von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab. Die überlieferte Bausubstanz mit zahlreichen herausragenden Einzeldenkmälern dokumentiert anschaulich die politische Bedeutung und den außerordentlichen Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter.

Somit bieten nicht nur die Altstädte von Stralsund und Wismar, sondern auch die ehemalige Hansestadt Göttingen (Monika Kleinebergs Identität) die Chance sich inhaltlich nicht nur auf die Themen Wirtschaftsgeschichte aus dem Mittelalter und die Hanse, sondern auch auf Kunst, Architektur, Denkmalpflege, Musik, Ökologie und anderes zu beziehen.

Auch auf Grundlage der Unterrichtsmappe „Welterbe für junge Menschen“ wurden fächerübergreifend Unterrichts-Module zu folgenden Themen - bezogen auf Stralsund und Wismar - erarbeitet:

  • Die Welterbekonvention
  • WELT-Erbe und Identität

Am Dienstag, den 25. 09.2012 fand eine ganztägige Exkursion unter wunderbarer Leitung von S. Trzcinski statt, um die Welterbestätte Stralsund als exemplarischen Ort zu erkunden.

Ergebnisse und Präsentation im Plenum

Eine alte Sage erzählt die Geschichte einer Geige, deren Spiel erarbeitet werden will. Wer die Geige findet, muss sich dieser Herausforderung stellen. Auch das Thema 'Welterbe' will erarbeitet werden.

In diesem Sinne hat sich die AG Welterbe unter hervorragender Leitung mit der Geschichte und Aktualität der Hansestädte Stralsund und Wismar beschäftigt.

Weitere Anregungen holte sich unsere Gruppe bei Exkursionen nach Stralsund und Wismar bei strahlendem Wetter und konnte sich von der Vielfalt und Einzigartigkeit des Welterbes dort überzeugen. (S. Kühne, G. Nilsson, U. Nentwig - für die Welterbe-AG)

Unterrichtsbeispiele mit Material

  1. Deutsch und Politik: Experten und Passentenbefragung (pdf)
  2. Welterbe in der Grundschule: Mittelalterliches Leben hautnah in der Hanse erleben (pdf)
  3. Geschichte und Politik: Welterbestätten im Spannungsfeld von Erhaltung und Moderne (pdf)
  4. Fächerübergreifende Reihe in der Sek. I: Zeiten, Waren, Wege (pdf)
  5. Französisch und Spanisch: Schüleraustausch (pdf)
  6. Video-Dokumentationen (You Tube):
    1. Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht Teil 1
    2. Die Deutsche Hanse - Eine heimliche Supermacht Teil 2
Gruppenarbeitsphase



Ergebnisse der
ersten
Gruppenarbeitsphase

Welterbeausstellung
in Stralsund:
Vier Vitrinen mit
Reiseandenken
Stilisierter Globus
"Welterbe"-Sandkasten
Malerei von J. Hackert
Rathaushalle
Fundstücke bei der
Rathaussanierung
Rathaus mit
Schaufassade
Museumsleiter Grüger
mit OB Dr. Badrow
Krämerhaus von 1320
„Hübschen Stube“
Vier Speicherböden
Alltagskultur
der einstigen Bewohner
Stralsunder Hafeninsel
Die älteste
Hafenordnung ist
aus dem Jahre
1287 überliefert.
Altstadt von
Stralsund
Rostocker Hafen
Neuer Markt in Rostock

Monika Kleineberg, 28.09.2012

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